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Panasonic Lumix DMC-FZ1000 –
Superzoom-Kompaktkamera

Jahrelang haben die Hersteller sich einen Wettbewerb geliefert, wer den größten Zoom-Faktor in eine Digitalkamera untergebracht bekommt. Zum Schluss steigerte sich das auf 60fach-Zooms mit Tele-Brennweiten, die es bei Spiegelreflexkameras nur für viel Geld gibt. Ob das von den Fotografen überhaupt genutzt und vor allem verlangt wurde, wage ich zu bezweifeln. Aber was sollten die Hersteller machen? Mehr Pixel? Sinnlos. Denn die brachten auch keine bessere Bildqualität, sondern eher mehr Bildstörungen (Rauschen). Und nun? Der Zoombereich ist ausgereizt, mehr als 1200 Millimeter Brennweite sind sinnlos. Bleibt der Videobereich. Den entdecken immer mehr Fotografen für sich, weshalb heute jede ernstzunehmende Kamera mindestens Full-HD hat. Doch auch das reicht heute kaum noch – das Stichwort heißt 4k-Video. 

Genau hier hier kommt Panasonic mit der FZ1000 ins Spiel. Denn als erste Bridgekamera kann man mit der FZ1000 nicht nur Full-HD-Videos mit 1920 x 1080 Bildpunkten aufnehmen, sondern auch 4k-Videos mit 3840 x 2160 Bildpunkten. Dass die neue Bridgekamera daneben noch ein umfangreiches Ausstattungspaket hat, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Immerhin stand die FZ200 Pate für die FZ1000. Schon die hatte reichlich was zu bieten und spielte in der Liga der Superzoomer immer weit vorne mit. 

Um 4k in möglichst perfekter Qualität aufnehmen zu können, sind ein guter Sensor und ein ausgezeichnetes Objektiv die wesentlichen Voraussetzungen. Da das mit einem 60fach-Zoom kaum zu bewerkstelligen ist, hat die FZ1000 ein 16fach-Zoom aus dem Hause Leica. Der Brennweitenbereich geht von 25 bis 400 Millimeter bei einer Lichtstärke von f2.8-4.0. Da die Kamera ja nicht nur als Camcorder genutzt wird, sondern auch hervorragende Foto-Qualität abliefern soll, hat Panasonic einen Ein-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln für die FZ1000 gewählt. Mit den Abmessungen 13,2 x 8,8 Millimeter ist der Sensor deutlich größer als der herkömmlicher Kompaktkameras. Damit lässt sich nicht nur etwas besser mit der Schärfentiefe spielen, sondern auch im High-ISO-Bereich dürfte die Bildqualität noch ansprechend sein – dazu später mehr. Die Panasonic damit hinsichtlich des Sensors die gleiche Ausstattung wie die Superzoom-Kamera Sony Cybershot DSC-RX10. Allerdings hat die nur einen 8fach-Zoom von 24 bis 200 Millimeter, jedoch mit einer durchgängigen LIchtstärke von f2.8. Und der Sony fehlt die 4k-Video-Aufnahme.

Noch kurz die Angaben zu Gewicht und Größe: Die FZ1000 bringt mit Speicherkarte und Akku 831 Gramm auf die Waage, die Kamera ist 13,7 Zentimeter breit, 9,9 Zentimeter hoch und mit eingefahrenem Objektiv 13,1 Zentimeter tief. Bei maximalem Objektivauszug wächst dieser Wert auf 19,1 Zentimeter.

Bevor ich zur weiteren Ausstattung der Kamera komme noch ein wichtiger Hinweis zum 4k-Videomodus. Wie bereits erwähnt hat der eine Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Schaut man sich nun die Auflösung des Sensors an, so beträgt die im 3:2-Format 5472 x 3648 Bildpunkte und im 16:9-Format 5472 x 3080 Bildpunkte. Würde man nun aus dem 16:9-Format ein 4k-Video erstellen, so müsste von der Auflösung 5472 x 3080 auf die 4k-Auflösung von 3840 x 2160 heruntergerechnet werden, die Bilddaten also interpoliert werden. Das würde aber zu einen sichtbaren Qualitätsverlust führen, der gerade hier unerwünscht ist. Um das zu verhindern, wir bei einer 4k-Aufnahme der Sensor exakt 1:1 ausgelesen, es werden also nicht alle Bildpunkte verwendet sondern eben nur eine Fläche von 3840 x 2160 Bildpunkten. Das hat zur Folge, dass sich die Brennweite verändert und größer wird. Man bekommt daher bei eine 4k-Aufnahme nicht eine Weitwinkelbrennweite von 24 Millimetern, sondern etwa 37 Millimeter. Der Wert wird im Display auch angezeigt. Die maximale Telebrennweite steigt dann entsprechend auf rund 590 Millimeter.

Damit man beim Videostart keine böse Überraschung erlebt, kann der 4k-Modus nur dann gewählt werden, wenn das Programmwahlrad auf der Videofunktion steht. Wechselt man dann im Videomenü von der normalen Full-HD-Einstellung auf die 4k-Einstellung ist der reduzierte Bildausschnitt sofort zu sehen. Um 4k wählen zu können, muss außerdem das Aufnahmeformat auf MP4 umgestellt werden. 

 

Noch ein Satz zum HDMI-Ausgang: Panasonic hat es nun endlich geschafft, das Signal über den HDMI-Ausgang (Micro-HDMI) live auszugeben. Dies war bei den Modellen G6 und GX7 einer der Kritikpunkte, denn so konnte man bei Videoaufnahmen keinen externen Monitor zur Kontrolle anschließen. Dies ist nun bei der FZ1000 möglich – dachte ich. Leider hat das ganze eine Einschränkung, die ziemlich idiotisch ist: Sobald man eine Videoaufnahme startet, verschwindet das Bild vom externen über HMDI angeschlossenen Monitor. Damit ist der HDMI-Anschluss für Videoaufnahmen nach wie vor unbrauchbar - schade. Die einzige Alternative: Man schließt einen externen HDMI-Recorder an und schleift das Signal durch an einen daran angeschlossenen Monitor. Die Kamera dient dann quasi nur als Sucher. Sobald man jedoch eine Aufnahme startet, um das Video auf die SD-Karte zu speichern, wird das HDMI-Signal ausgeschaltet und es erscheint nur noch die Meldung "Videoaufnahme läuft".

Und wenn wir schon bei den Anschlüssen sind: Es gibt einen Mikrofon-Eingang, an den ein externes Mikrofon angeschlossen werden kann, aber es gibt keinen Kopfhörer-Ausgang. Eine Kontrolle des Tons ist so auf direktem Weg leider nicht möglich. Mit dem Umweg über HDMI oder den analogen Ausgang lasse sich jedoch sicher Möglichkeiten finden – nur eben recht umständlich.

Weiter geht es mit der Ausstattung und Bedienung ... 

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