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Nikon Df – Digitale Spiegelreflexkamera mit
Vollformatsensor im Retrolook

Es gibt Kameras, da weiß man schon bevor der Vorhang gelüftet wird, dass sie polarisieren werden. Eine dieser Modelle ist die Nikon Df. Seit Fujifilm mit der X10 den Retrolook salonfähig gemacht hat und damit auch noch einen riesen Coup gelandet hat, eifern zahlreiche Hersteller diesem Vorbild nach. Nach der PEN E-P5 von Olympus legt jetzt Nikon nach. Klar, der japanische Kamerahersteller kann auf eine lange Tradition zurückblicken und auf einige Modelle, die Geschichte geschrieben habe. Und genau die greift Nikon nun mit der Df auf – als Modelle wären da beispielsweise die F2 und F3 zu nennen. Sie ist angelehnt an das Design legendärer Nikon Kleinbildkameras und ausgestattet mit der Technik moderner digitaler Spiegelreflexkameras. Die Df gibt es sowohl in einer komplett schwarzen Variante und einer silber-schwarzen Ausführung, die mir persönlich besser gefällt. 

Und: Einen Tag nach der Vorstellung der Kamera ist die Nikon Df in der Foto-Bude gelandet. 
Eine Einschränkung gibt es allerdings: Noch ist es ein Vorserienmodell,
deswegen kann ich die Bildqualität nicht bewerten und darf auch keine Aufnahmen veröffentlichen.

Als ich die Df das erste mal gesehen habe und kurz darauf in die Hand genommen habe, war ich hin- und hergerissen. Zum einen liebe ich das Retro-Design mit seinen großen griffigen Drehrädern, zum anderen stelle ich mir die Frage, ob eine solche Kamera in der heutigen Zeit noch ihre Berechtigung hat. Nur weil Fujifilm mit ihren Modellen erfolgreich ist, heißt das noch lange nicht, dass Nikon den gleichen Erfolg mit der Df hat. Warum ich das so kritisch sehe? Weil Fuji mit der X-Serie eine eigene Marke kreiert hat, während sich die Df neben den "normalen" digitalen Spielgereflexkamera des gleichen Herstellers behaupten muss. Und die Konkurrenz im eigenen Haus ist nicht gerade ohne: D610, D800, D4 sind Modelle, die bereits einen festen Platz im Kamera-Markt haben. 

Nun hat Nikon einen großen Vorteil, der vermutlich helfen wird, die Df zu einem Erfolg werden zu lassen: Es gibt noch Unmengen an alten Nikon-F-Objektiven, die in den Schubladen vieler Analog-Fotografen ihr Dasein fristen und auf Anschluss warten. Und genau die sind der perfekte Partner für die Df, denn an die Neue lassen sich alle – und wenn ich schreibe alle, dann meine ich das auch so – alten F-Bajonett-Objektiv ansetzen. Dazu zählen auch die NIKKOR-Objektive ohne AI (Aperture Index). Damit die passen, hat die Df einen klappbaren Blendenkupplungshebel – keine andere digitale Spiegelreflex von Nikon bietet dieses Option. Beim Fotografieren mit einem Objektiv ohne AI, erfolgt zunächst eine Offenblendenmessung im Belichtungsprogramm A (Aperture = Blendenvorwahl) oder der Einstellung M (manuelle Belichtungssteuerung). Objektivmerkmale wie Brennweite und Lichtstärke werden in leicht verständlichen Kameraeinstellungen festgelegt und gespeichert. Wird nun abgeblendet am Blendenring des Objektivs, wird dieser Wert manuell am Einstellrad der Kamera eingestellt. Nun kann die Kamera die Belichtung korrekt und präzise messen und steuern.

Zurück zum ersten Handkontakt mit der Df. es ist wirklich eigenartig, obwohl ich weiß, dass es eine Kamera voller moderner Technik ist, fühlt man sich plötzlich um Jahre zurückversetzt. Die großen griffigen Drehräder, die Form des Gehäuses, das Design – all das trägt zu diesem Gefühl bei. Die Verarbeitung der Kamera ist erwartungsgemäß hochwertig. Die Drehräder raten satt ein und es macht Freude sie zu bedienen. Auf der Oberseite der Kamera ist ein kleines Display, auf dem die wichtigsten Informationen angezeigt werden. Eigentlich hätte das schon gereicht, aber es gibt natürlich den großen Kontrollmonitor auf der Kamerarückseite. Erstaunlich: Ich war gar nicht versucht, den Live-View einzuschalten – irgendwie stört der schon fast. Es mag Einbildung sein, aber die Df vermittelt ein Stück Ruhe beim Fotografieren. Ich kann aber auch Fotografen verstehen, die diesen Hang zur Nostalgie nicht nachvollziehen können und beim Anblick der Df die Nase rümpfen – die Df polarisiert eben. 

Kommen wir nun zu den technischen Details der Df. Das Herz ist ein Vollformat-Sensor (36 x 24 Millimeter) mit 16 Megapixeln, der gleiche, der auch das Nikon-Spitzenmodell D4 zum Leben erweckt. Der Lichtsammler bietet einen hervorragenden Dynamikumfang sowie eine überragende Lichtempfindlichkeit. In der Standardeinstellung reicht die ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 12.800 – in der erweiterten ISO-Einstellung geht es hoch bis ISO 204.800. Und ja: Die Df hat einen Tiefpassfilter.

Für Tempo bei der Verarbeitung sorgt der EXPEED 3-Prozessor. Er ermöglichst 16-Bit-Bildverarbeitung und soll für minimales Bildrauschen und hervorragende Detailwiedergabe sorgen – mein Test wird das zeigen. Für ordentlich Tempo sorgt der Prozessor auch bei der Serienbildgeschwindigkeit. Das höchste Tempo der Df beträgt 5,5 Bilder pro Sekunde. Darüber hinaus gibt es einen Modus, in dem die Kamera besonders leise auslöst.  Die kürzeste Belichtungzeit beträgt 1/4000 Sekunde, die Blitzsynchronisationszeit 1/200 Sekunde. 

Die Einstellräder der Df hatte ich ja bereits angesprochen. Von denen gibt es reichlich: Die ISO-Empfindlichkeit, die Belichtungskorrektur, die Belichtungszeit sowie der Aufnahmemodus (Einzelaufnahme, Serie L (Langsam), Serie H (Hoch), Leise Auslösung, Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung) können direkt per Drehrad eingestellt werden. Der Umweg übers Kameramenü ist dafür nicht erforderlich. Zusätzlich kann das Belichtungsprogramm per kleinem Drehrad eingestellt werden – leicht herausziehen und fertig. Hier hat die Nikon P (Programm), A (Aperture = Blendenvorwahl), S (Shutter = Zeitvorwahl) und M (Manuelle Wahl von Blende und Belichtungzeit) zu bieten. Auf neumodischen Schnick-Schnack wie diverse Motivprogramme muss der Fotograf bei der Df verzichten – was anderes hätte ich übrigens nicht erwartet. Aber es gibt ein paar Farbeinstellungen, mit denen man rumspielen kann. Und da gibt es bei der Einstellung Monochrom (Schwarz-Weiß) die von anderen Kameras bereis bekannten Farbfilter, die sich virtuell einsetzen lassen: Yellow (gelb), Orange, Rot und Grün.

Ach ja, noch eine Bemerkung zum ersten Griff an die Df. Als ich die Kamera gesehen habe, hatte ich mit einem ordentlichen Gewicht gerechnet. Ich war erstaunt, wie leicht die Df ist. gerade mal 765 Gramm bringt das Gehäuse inklusive Akku und Speicherkarte auf die Waage. Dazu ist sie noch recht robust durch die Magnesiumlegierung. Und: Die Df ist gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtet.

Nun noch ein paar technische Details zur Df. Der Autofokus arbeitet mir 39 Messfeldern – vier Modi können eingestellt werden. Beim Weißabgleich gibt es Spot-Messung bei der der Messpunkt auf eine beliebige Bildpartie gelegt werden kann. Der optische Sucher hat 100% Bildfeldabdeckung und eine Vergrößerung um den Faktor 0,7fach. Gitterlinien und die Markierung für das DX-Format (APS-C) können eingeblendet werden. Der Kontrollmonitor ist fest eingebaut, kein Touchscreen, hat eine Diagonale von acht Zentimetern und eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten. Eine 3D-Wasserwaage kann sowohl auf dem Kontrollmonitor als auch im Sucher eingeblendet werden.

 

Ach ja, eins sollte ich noch erwähnen: Die Df hat zwar eine Live-View-Funktion, allerdings keine Video-Funktion.
Also: Photographers only!

 

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TOP 1 – Die Bedienung

Wie schon erwähnt, die meisten Einstellungen der Nikon Df gehen direkt per Drehrad. Die ISO-Empfindlichkeit wird per großem Drehrad auf der linken Oberseite der Kamera verstellt. um versehentliches Verstellen zu vermeiden, muss dazu ein kleiner Knopf gedrückt werden – klappt mit einer Hand gut. Die Belichtungskorrektur gibt's bei dem kleinen Rad über dem ISO-Rad, auch dazu muss ein kleiner Knopf gedrückt werden – der ist im Zentrum des Rades. Auch das klappt problemlos mit einer Hand. 

Nun geht's um Blende und Belichtungszeit. Ganz klar: Arbeitest du mit einem alten Objektiv mit Blendenring, wird da die Blende eingestellt. Bei allen Objektiven – außer den bereits erwähnten Non-Ai-Objektiven – wird die Blendeneinstellung der Kamera automatisch übermittelt. Hat die Kamera keinen Blendenring, wird die Blende in der Standardeinstellung am vorderen Drehrad neben dem Handgriff eingestellt. Möchtest du stattdessen das hintere Drehrad verwenden, kann das im Menü "INDIVIDUALFUNKTIONEN" unter dem Punkt "f7 - Einstellräder" umgestellt werden: "Funktionsbelegung" – "Vertauscht". 

 

 

Die Belichtungszeit – wer hätte es gedacht – wird an dem großen Drehrad auf der rechten Kameraoberseite eingestellt. Wer die Arbeit mit einer Nikon DSLR gewohnt ist, wird sich daran erst mal gewöhnen müssen, denn von denen ist man gewohnt mit dem vorderen die Blende und dem hinteren die Belichtungszeit einzustellen. Keine Lust sich daran zu gewöhnen? Kein Problem: Einfach das große Drehrad auf die grüne Position "1/3 STEP" stellen und schon klappt's mit dem hinteren Drehrad. Dann ist quasi das große Drehrad außer Dienst gesetzt und die Einstellung von Belichtungszeit und Blende klappt wie gewohnt.

Programm ändern – einfach an dem kleinen Drehrad ziehen und auf eine der Positionen P, A, S oder M stellen. Und falls du es oben überlesen hast: Mehr Belichtungsprogramme gibt's nicht. Bei der Df ist Handarbeit und ein bisschen fotografisches Know-How erforderlich. Und wenn wir schon bei den Hebelchen auf der Kameraoberseite sind. unter dem Drehrad für die Einstellung der Belichtungszeit kann zwischen Einzelaufnahme, Serienbild schnell und langsam, leiser Auslösung, Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung gewählt werden. In der höchsten Geschwindigkeit kommt die Df auf gut fünf Bilder pro Sekunde.

Messcharakteristik für die Belichtung ändern – der kleine Wahlschalter auf der Kamerarückseite macht's möglich. Wie gehabt sind drei Varianten vorhanden: Integral, mittenbetont und Spot. Weiter geht's mit der Fokussierung. Das kleine Hebelchen an der Kameravorderseite mit der Beschriftung AF und M schaltet zwischen manuellen Fokussieren und Autofokus um. Wobei: Falls das Objektiv einen eigenen Schalter hat, kann man da auch auf manuelles Fokussieren umschalten. Steht die Kamera auf Autofokus, wird mit einem Druck auf die kleine Taste beim Hebelchen der AF-Modus umgeschaltet. Taste? Ja, das Hebelchen ist nicht nur ein Hebelchen, sondern auch noch eine kleine Taste. Wird die gedrückt, stellt man mit dem hinteren Drehrad zwischen AF-S (Einzelautofokus) und AF-C (kontinuierlicher Autofokus) um. Mit dem vorderen Drehrad erfolgt die Wahl des Autofokusfeldes. In der Einstellung AF-S kann man zwischen Einzelfeld und automatischer Wahl umstellen. Bei AF-C stehen zur Wahl wieder Einzelfeld, Auto uns zusätzlich 3D sowie 24-Feld- oder 9-Feld-Autofokus. Verschoben werden die Autofokuspunkte ganz einfach per Vierwegeschalter.

Noch zwei Tipps zum Thema Autofokus: Im Menü kannst du zwischen 39 und 11 Messfeldern wählen. Dazu einfach das Menü aufrufen, "INDIVIDUALFUNKTIONEN", "Autofokus", "a7 – Anzahl der Fokusmessfelder" und dort AF39 wählen. Zweiter Tipp: Ebenfalls im Autofokus-Menü gibt es unter "a1 – Priorität bei AF-C" und "a2 – Priorität bei AF-S" die Möglichkeit zu wählen, ob die Df mit Auslösepriorität oder Schärfepriorität arbeiten soll. Ich persönlich wähle hier Auslösepriorität, denn es gibt nichts lästigeres, als ein Motiv anzuvisieren und die Kamera löst nicht aus, weil der Autofokus nicht in die Gänge kommt. Dann lieber überhaupt ein Bild, als gar keins. 

Das sind die wichtigsten Einstellungen. Bleiben noch Sachen wie Weißabgleich, Bildqualität, Auflösung, Aufnahmeformat und einige andere Punkte. Der Weißabgleich und die Bildqualität können ohne Umweg übers Menü per Druck auf die WB- und QUAL-Taste links vom Kontrollbildschirm flott geändert werden. Auch wieder die bekannte Logik: Vorderes Drehrad eine Funktion, hinteres Drehrad die andere. Bei der Qualität sind das vorne die Bildgröße L, M und S und hinten die Bildqualität JPEG, RAW oder RAW+JPEG. Beim Weißabgleich wird mit dem hinteren Drehrad die Voreinstellung (unter anderem Automatisch, Glühlampe, Wolken oder direkter Kelvin-Wert) und mit dem vorderen der individuelle Wert eingestellt. Ist beispielsweise Kelvin gewählt, wird mit dem vorderen Drehrad direkt der Kelvin-Wert eingestellt. Die übrigen Punkte lassen sich nicht per Direkttaste einstellen, aber flott übers Kameramenü.

Im Menü haben die Entwickler nicht auf Retro-Look gesetzt – obwohl das eigentlich witzig gewesen wäre – sondern die gewohnte Nikon-Menüstruktur übernommen. Also keine Überraschungen, sondern die gewohnten Menüpunkte. Die Df hat Active-D-Lighting, eine HDR-Funktion, Vignettierungskorrektur, Auto-Verzeichnungskorrektur, Rauschunterdrückung für High-ISO und Langzeitbelichtung, eine ISO-Automatik, Mehrfachbelichtung und eine Intervallaufnahme. Bei der ISO-Automatik kann die maximale ISO-Empfindlichkeit gewählt werden und die längste Belichtungszeit. Hier kann ein maximaler Wert von einer Sekunde gewählt werden. Da das ISO-Wahlrad keine Position Auto-ISO hat, muss die Funktion im "AUFNAHME"-Menü aktiviert werden unter dem Punkt "ISO-Automatik". Ist die Automatik aktiviert, geht die Kamera bis an die gewählte ISO-Grenze, wenn per Drehrad ein niedrigerer Wert eingestellt ist. Ist ein höherer Wert per Drehrad eingestellt, so wird die "ISO-Automatik" überschrieben. Ein Beispiel: Ist bei der "ISO-Automatik" eine maximale Empfindlichkeit von ISO 1600 gewählt und per Drehrad ISO 6400 gewählt, so arbeitet die Kamera mit ISO 6400. 

Im Individualmenü lassen sich noch zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen. So kann unter anderem die Fn-Taste individuell belegt werden, die Abblendtaste (beide an der Kameravorderseite), die Drehräder in Funktion und Richtung festgelegt werden und die Funktionsweise der AE-L/AF-L-Taste auf der Kamerarückseite. So können die Drehräder für die Navigation innerhalb der Menüs aktiviert werden. 

Mir gefällt das Bedienkonzept der Df sehr gut. Ich arbeite viel mit manuellen Einstellungen, wechsele immer mal wieder die ISO-Einstellung und das geht mit der Df einfach und schnell. Alle wichtigen Einstellung gehen flott von der Hand und die Drehräder sind schön griffig und haben ein gute Größe. Ich habe den Kontrollmonitor deutlich seltener gebraucht, als bei anderen digitalen Spiegelreflexen. 

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TOP 2 – Vergleich mit der Nikon D610

Nun stellt sich die Frage, mit welcher Kamera sollte man die Df vergleichen. Mit der D4 wohl eher nicht, die ist noch teurer als die Df und sicher kein Alternative. Die D800? Auch nicht viel günstiger als die Df und ein Verhalten wie eine Diva. Sicher eine tolle Kamera, aber für den Alltag und alle möglichen Einsatzzwecke kaum das Wahre. Warum also nicht die D610 nehmen? Die liegt im Preis deutlich unter der Df, ist also durchaus eine interessante Alternative und bietet eine ähnliche Ausstattung. 

Fangen wir mir dem Griffgefühl an. Die D610 ist moderner geformt, ergonomischer. Nicht dass sich die Df schlecht anfühlt, aber sie schmeichelt der Hand eben nicht so, wie die D610. Auch die Position des Auslösers ist bei der D610 etwas angenehmer. Bei der Df muss der Zeigefinger etwas weiter nach hinten geführt werden, um den Auslöser zu erreichen. Insgesamt fühlt sich die D610 einfach harmonischer an. 

Nächster Punkt des Vergleichs: Die Bedienung. Hier hat für mich die Df die Nase vorne. Ich mag die direkte Einstellung der wichtigsten Kameraparameter und genau das geht mit der Df sehr gut. Klar kann man auch bei der D610 die wichtigsten Werte flott einstellen, aber es geht nicht mit so viel Übersicht. Abgesehen davon unterscheiden sich die Bedienkonzepte der Kameras nur in kleinen Nuancen. Menüs, Tasten und Drehräder haben die gleichen Funktionen, wenn sie auf beiden Kameras vorhanden sind. 

 

 

Nun geht's um die Ausstattung. Hier kann die D610 wieder punkten – zumindest, wenn man Wert auf viel Technik legt. Wichtigste Punkte der D610, die bei der Df fehlen: Die Videofunktion, die Motivprogramme und die Vollautomatik. Dazu kommen so Kleinigkeiten, wie das etwas größere Display auf der Kameraoberseite sowie der Blitz. Die D610 hat einen Ausklappblitz, der nicht nur zum Aufhellen genutzt werden kann, sondern auch zur Steuerung von mehreren externer Blitzgeräte. Ein weiterer Unterschied: Die D610 akzeptiert zwei SD-Karten, die individuell konfiguriert werden können. Die Df hat lediglich einen Karteneinschub.

Bleiben noch die Technik und Bildqualität. Dazu gibt's eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Die Technik kann ich vergleichen. Die Schlechte: Die Bildqualität nicht. Warum? Weil die Df, mit der ich den Test mache, noch ein Vorserienmodell ist. Da die Bildqualität in diesem Stadium noch nicht der entspricht, die das Serienmodell haben wird, verbietet sich ein Qualitätsvergleich. Aber: Sobald es eine finale Kamera gibt, werde ich den Vergleich umgehend nachholen. Bleibt also die generelle Technik. Die Df hat einen 16-Megapixel-Sensor, die D610 einen 24-Megapixel-Sensor. Die ISO-Empfindlichkeit fängt bei beiden Kameras bei ISO 50 in der Low-Einstellung (L 1.0) ein. Die Df geht bis 12800 in der Standard-Einstellung und ISO 204.800 in der erweiterten Einstellung (H4.0). Die D610 hat eine maximale Standard-ISO-Empfindlichkeit von ISO 6400 und geht in der erweiterten Einstellung bis ISO 25.600 (H2.0). Kürzeste Belichtungszeit bei beiden 1/4000 Sekunde. Autofokusfelder 11 oder 39 und praktisch die gleichen Optionen. Die D610 hat lediglich zusätzlich zur AF-S und AF-C noch AF-A. Dabei versucht die Kamera automatisch zu erkennen, welche Fokusmethode erforderlich ist.

Bei den übrigen technischen Daten gibt es nur minimale Unterschiede. Ob das die Serienbildgeschwindigkeit von fünf bis sechs Bildern pro Sekunde ist oder die Auslöseverzögerung oder die Einstellungen des Weißabgleichs. Auch hinsichtlich der Anschlüsse gibt es keinen Unterschied – außer dem Mikrofon-und Kopfhörer-Anschluss der D610, den die Df ja nicht braucht, da sie keinen Videomodus hat. 

Mit einem Punkt möchte ich den Vergleich abschließen: Den Unterschieden in Größe und Gewicht. Dabei werde ich allerdings nicht nur Df und D610 vergleichen, sondern auch noch mit der analogen FE2, die ja quasi eines der Vorbilder der Df ist. Die wurde von 1983 bis 1988 produziert und hatte übrigens auch schon als kürzeste Belichtungszeit 1/4000 Sekunde.

  Breite Höhe Tiefe Gewicht
Nikon Df 14,5 cm 11,0 cm 6,7 cm 765 Gramm
Nikon D610 14,1 cm 11,3 cm 8,2 cm 850 Gramm
Nikon FE2 14,2 cm 9,0 cm 5,7 cm 550 Gramm

Was zeigt das? Digital ist groß und schwer ..... die FE2 war gut 200 beziehungsweise sogar 300 Gramm leichter als die beiden Digitalen. Woher das mehr an Gewicht kommt? Da ist zum einen der Sensor plus die dazugehörige Elektronik und das Display, beziehungsweise die Displays bei der D610 – und natürlich als gewichtigster Unterschied der fette Akku.

Soviel zu den Unterschieden zwischen der Df und der D610. Und da die Frage sicher auch auftaucht – hier die Antwort:

Neuerungen der Nikon D610 im Vergleich zur D600 

Gleich mal das Wichtigste vorweg: Das Schmutzproblem der D600 ist endgültig gelöst. Aber der Reihe nach. Zur Photokina 2013 hat Nikon die Vollformat-Spiegelreflexkamera D600 auf den Markt gebracht. Gemeinsam mit der Canon EOS 6D waren das die ersten bezahlbaren Spiegelreflex-Vollformat-Kameras. Die Kameras sind von vielen begeisterten Fotografen gekauft worden. Nikon hatte mit der D600 allerdings ein Problem: Bei einigen Modellen wurde der Sensor bereits nach relativ kurzem Gebrauch durch kleine Partikel verschmutzt. Obwohl Nikon in allen Fällen für Abhilfe sorgte, stand der Schatten des Schmutzes über dem Erfolg der D600. Diese Jahr ist nun alles besser. Nikon hat das Schmutz-Problem nachhaltig beseitigt und bringt mit der D610 das Nachfolgemodell – das ist die wichtigste Nachricht. Aber es gibt noch mehr, was Nikon an der D610 verbessert hat. 

Wie gehabt wird die Nikon D610 die Preisgrenze von 2000 Euro unterbieten. Das Gehäuse wird rund 1900 Euro kosten – Stand November 2013. Damit liegt sie auf dem gleichen Preisniveau, mit dem die D600 vor rund einem Jahr eingestiegen wird. Die geht zur Zeit mit rund 1500 Euro über die Theke des Fotohändlers. Allerdings nicht mehr lange, denn wenn die Restbestände weg sind, gibt's nur noch die D610. Was die Gehäuseform, die Tasten und Drehräder, den Kontrollmonitor und den eingebauten Blitz anbelangt, hat Nikon nichts geändert. Hier ähneln die D600 und die D610 wie ein Ei dem anderen. Lediglich der kleine Schriftzug D610 ist der offensichtliche Unterschied. Sprechen wir also über die Technik. Nach wie vor arbeitet in der D610 ein Vollformatsensor mit den Abmessungen von 36 x 24 Millimetern und einer Auflösung von 24,3 Megapixeln. Und da die Frage nach dem Tiefpassfilter sicher kommt – nein, Nikon hat den Tiefpassfilter bei der D610 nicht weggelassen.  

Bleibt die Frage, was verbessert wurde? Wichtigster Punkt, die schnellere Serienbildfunktion. Die D610 legt mit sechs Bildern pro Sekunde ein wenig Tempo zu – die D600 lag bei knapp über fünf Bildern pro Sekunde. Außerdem gibt es eine leise Serienbildfunktion mit drei Bildern pro Sekunde. Dabei wird der Spiegelschlag ein wenig gedämpft, so dass das Auslösegeräusch deutlich leiser ist. Ebenfalls verbessert, der Weißabgleich. Hier hat Nikon noch ein wenig an der Präzision geschraubt. Und? Das war's auch schon. Ganz klar stand die Lösung des Schmutzproblems im Vordergrund.

Geblieben ist das Autofocus-Modul mit 39 Messfeldern, inklusive neun Kreuzsensoren. Die ISO-Empfindlichkeit geht in der Standardeinstellung von ISO 100 bis ISO 6400. Der erweiterte Bereich geht von ISO 50 (L 1.0) bis ISO 25600 (H 2.0). Die Belichtungszeit kann zwischen 30 Sekunden und 1/4000 Sekunde eingestellt werden, plus Langzeitbelichtung (B). Der Kontrollmonitor hat wie gehabt eine Diagonale von acht Zentimetern mit einer Auflösung von 921000 Bildpunkten. Der optische Sucher hat eine 0,7fache Vergrößerung und eine Austrittspupille von 21 Millimetern. Im Vollformat hat der Sucher eine Bildfeldabdeckung von 100 Prozent. Die Dioptrienkorrektur geht von -3 bis +1 Dioptrien. Da die übrigen Punkte identisch mit der D600 sind, empfehle ich für Interessierte meinen ausführlichen Test der D600:

Hier geht's zum Test der Nikon D600 im Vergleich mit der Canon D600

Hier geht's zum Vergleich der Nikon D600 mit der Nikon D7100 – Vollformat gegen APS-C

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Das Finale – Mein Fazit

Die Df polarisiert – keine Frage. Und das ist auch gut so. Wir brauchen mehr Kameras, die polarisieren. Kameras, die nicht von jedem gekauft werden, aber die, die sie kaufen, wissen worauf sie sich einlassen. Wer eine Df kauft, weiß, dass er damit nicht filmen kann, der weiß, dass die Nikon keine Motivprogramme und andere Spielereien hat. Und der weiß, wie man mit den richtigen Einstellungen fotografiert. Und wer sich darauf nicht einlassen möchte? Der greift zur D610, spart ein paar Euro und bekommt eine ausgezeichnete Kamera mit allem Drum und Dran. 

Klar kann ich zur Zeit noch keine endgültige Aussage zur Bildqualität machen, aber da der gleiche Sensor wie in der D4 eingebaut ist, ist das Ergebnis vorhersehbar. Und damit dürfte die Df eine ausgewogene Qualität über den gesamten ISO-Bereich liefern. Was bleibt also neben der Vernunftsentscheidung? Der emotionale Faktor. Und genau der macht diese Kamera so interessant. Während viele neue Modelle nur nach höher, schneller, weiter streben, ist bei der Df der emotionale Faktor deutlich wichtiger. Eine Kamera ist nicht nur ein technisches Gerät, sondern soll begeistern und Spaß machen. Es muss das Gefühl von "Ich freu mich aufs Fotografieren" da sein, um beste Bildergebnisse zu bekommen. Und genau dieses Gefühl bekommt man bei der Df oder man bekommt es nicht. Genau danach sollte man auch seine Kaufentscheidung treffen. Bei der Df geht es nicht um die Technik, um die Frage Video oder nicht – es geht um Emotionen und genau die gehören zur Fotografie. Und genau deswegen wird die Df so heiß diskutiert und tut der Fotografie gut. Wir brauchen mehr emotionale Kameras und nicht nur technisch perfekte, aber seelenlose Modelle.

 

 

Die Nikon Df gibt's ab Ende November nur im Kit mit dem AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G SE für 2999 EUR.
Bei dem Objektiv handelt es sich um eine Sonderausgabe im Retro-Stil. 

Alle Bilder gibt es zusätzlich in voller 
Auflösung auf meinem Flickr-Konto

Zu der Nikon Df gibt es außerdem ein
ausführliches Video auf YouTube

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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